Trendmonitor Recht 2025
Wie Menschen in Krisenzeiten ihren Lebensstandard verteidigen
Eine Analyse der ARAG zeigt, welche rechtlichen Sorgen die Deutschen in wirtschaftlich angespannten Zeiten besonders belasten.

Was treibt deutsche Verbraucher um?
In Zeiten, in denen eine Krise auf die andere folgt, die Wirtschaft leidet und der Kostendruck spürbar zunimmt, sehen sich immer mehr Menschen gezwungen, ihren Lebensstandard zu sichern und zu verteidigen – insbesondere wenn rechtliche Fragen im Mittelpunkt stehen. Das stellt die ARAG, der weltweit größte Rechtsschutzversicherer, anhand der Analyse ihrer jährlichen Schadenfälle fest. Was die Deutschen am meisten belastet, zeigt der erstmals veröffentlichte ARAG Trendmonitor Recht.
- Die Entwicklung der ARAG Rechtsschutzfälle zeigt, wie stark sich gesellschaftliche Veränderungen im Alltag der Menschen widerspiegeln. Seit COVID ist ein eindeutiger Trend erkennbar: Der Unterstützungsbedarf der Verbraucher rund um rechtliche Fragestellungen wächst enorm, die Rechtsschutzfälle legen jedes Jahr deutlich zu.
In den vergangenen fünf Jahren nahmen vor allem Auseinandersetzungen in den Bereichen „Arbeit“ sowie „Miete/Wohnen“ massiv zu. Im Bereich „Arbeit“ stieg die Zahl der Leistungsfälle seit 2021 um 63 Prozent, im Bereich „Miete/Wohnen“ sogar um 74 Prozent. Allein in 2025 lag das Plus bei 11,1 Prozent im Arbeitsrecht sowie bei 15,1 Prozent im Mietrecht.
Persönliche Resilienz wird für Verbraucher immer bedeutsamer: Im vergangenen Jahr hat die ARAG in Deutschland in mehr als 765.000 Rechtsschutzfällen Unterstützung geleistet.
Wo Dauerkrisen zum Alltag werden, nimmt das Risiko von Konflikten zu: Die Leistungsfälle, die über eine reine telefonische Erstberatung hinausgingen, sind in den vergangenen fünf Jahren um knapp 41 Prozent angestiegen – davon allein in 2025 um 8 Prozent.
Gerade vor dem Hintergrund erhöhter Rechtsverfolgungskosten ist eine Kostenabsicherung wichtiger denn je – Rechtsschutz wird für Privatkunden in Krisenzeiten verstärkt zum Existenzschutz.
Deutlicher Anstieg bei Rechtsschutzfällen in den Bereichen Arbeit und Wohnen


Die Zahl der gemeldeten Rechtsschutz-Neuschäden bei der ARAG unterstreicht den besonders starken Anstieg in den Bereichen Arbeit und Wohnen.
Grafik zum Download (Web)
Grafik zum Download (Print)
"Rechtsschutz wird zunehmend zum Seismographen gesellschaftlicher Umbrüche und bildet die Erosion von Sicherheit im Alltagsleben ab."

Hanno Petersen
Vorstand Konzern IT und Operations bei der ARAG SE
"Wir stellen fest, dass nicht mehr vornehmlich Kunden mit niedrigen Einkommen betroffen sind, sondern auch immer mehr mit mittleren und auch höheren Einkünften."

Hanno Petersen
Vorstand Konzern IT und Operations bei der ARAG SE
"Das Verhalten der Rechtsschutzkunden ändert sich – ihre Bereitschaft wächst, auch schon bei kleineren, dreistelligen Beträgen die rechtliche Auseinandersetzung mit ihrem Vermieter zu suchen."

Hanno Petersen
Vorstand Konzern IT und Operations bei der ARAG SE
Digitalisierung: Kunden nutzen schnelleren Zugang zum Recht
Im Zeitalter der Digitalisierung wünschen sich die Kunden unter anderem ständige Verfügbarkeit und schnelle Services. Als Smart Insurer bietet die ARAG im Rechtsschutzfall eine passende Lösung über einen eigenen volldigitalisierten Zugangsweg. Dieser ist im ARAG Kundenportal integriert und bietet schnelle Hilfestellungen rund um die Uhr. Die Nutzung ist allein im Jahr 2025 um rund 35 Prozent gestiegen und unterstreicht die zunehmende Relevanz solcher digitalen Angebote für die Kunden. Genauso wie auf analogem Wege stehen auch hier die Bereiche „Arbeit“ sowie „Miete/Wohnen“ an der Spitze.
Rechtsschutzfälle nehmen auch in 2026 weiter zu
In Krisenzeiten stellt die ARAG ein anhaltend steigendes Absicherungsbedürfnis bei den Verbrauchern fest, das sich im erheblichen Zuwachs an Neukunden widerspiegelt. „Rechtsschutz wird zunehmend zum Seismographen gesellschaftlicher Umbrüche und bildet die Erosion von Sicherheit im Alltagsleben ab“, unterstreicht ARAG Vorstand Hanno Petersen. Immer mehr Menschen müssen ihre Ansprüche juristisch durchsetzen, um ihren Lebensstandard insbesondere in den zentralen Konfliktfeldern rund um den Arbeitsplatz und die eigene Wohnung zu verteidigen. Der Rechtsschutz wird dadurch verstärkt zum Existenzschutz und sorgt für die Widerstandsfähigkeit privater Haushalte in sehr unsicheren Zeiten. Diese Entwicklung setzt sich in 2026 im Arbeitsrechtsschutz ungebremst fort: Hier verzeichnete die ARAG im ersten Quartal erneut ein deutliches Plus der Rechtsschutzfälle von 12,2 Prozent. Der Mietrechtsschutz blieb auf einem hohen Niveau und stieg von Januar bis Ende März mit 3,1 Prozent vergleichsweise gering an.
Der vollständige Trendmonitor zum Download

Ihr Ansprechpartner
Christian Danner
Pressesprecher ARAG SE
Telefon: 0211 963-2217
E-Mail: