Trendmonitor Recht 2025

Wenn Wohnen zum Risiko wird

Rechtschutzfälle steigen massiv an

Mann steht vor Briefkästen und prüft mehrere Briefe in der Hand.

Wohnen wird zum dauerhaften Konfliktfeld

Wohnen ist nicht mehr nur teuer, sondern wird für immer mehr Verbraucher zum dauerhaften Stress- und Konfliktfeld. Treiber dafür sind insbesondere gestiegene Nebenkostenabrechnungen aufgrund hoher Betriebs- sowie Energiekosten, Mieterhöhungen und Kündigungen wegen Mietrückständen. Das spiegelt sich auch in der sprunghaften Zunahme der Rechtsschutzfälle rund um das Mietrecht wider. Die Zahl hat hier bei der ARAG seit 2021 um insgesamt 74,34 Prozent zugenommen. Der Höhepunkt wurde 2025 erreicht – mit einer jährlichen Steigerung von 15,1 Prozent.

„Wir sehen hier einen klaren Trend: Das Verhalten der Rechtsschutzkunden ändert sich – ihre Bereitschaft wächst, auch schon bei kleineren, dreistelligen Beträgen die rechtliche Auseinandersetzung mit ihrem Vermieter zu suchen. Gerade diese Fälle nehmen stark zu. Hierbei wird deutlich, dass die finanziellen Puffer der Verbraucher sichtbar schrumpfen“, erläutert ARAG Vorstand Hanno Petersen.

Die Entwicklung am Markt zeigt: Seit Beginn der Energiekrise 2022 sind die Nebenkosten für Bestandswohnungen deutschlandweit im zweistelligen Bereich gestiegen und für viele Mieter nur schwer finanzierbar. Explodierende Nebenkosten werden zunehmend zur existenziellen Frage. Aufgrund des stark erhöhten Aufkommens hat die ARAG im Rechts-Service ein zusätzliches Spezialisten-Team für den Bereich Miete/Wohnen geschaffen. Die Fälle sind für Betroffene hoch emotional. Ohne Rechtsschutzversicherung können sich Mieter kaum mehr Gehör verschaffen.

Auch der Sicherheitsreport 2025 des Instituts für Demoskopie (IfD) Allensbach unterstreicht das dauerhafte Stress- und Konfliktfeld Wohnen: Unter den Top 10 Nennungen bei den Sorgen der Deutschen sind demnach allein drei, die in direktem Zusammenhang mit Wohnen stehen – Preissteigerungen, die Entwicklung der Energie- und Heizkosten sowie der Umstand, dass es zu wenig bezahlbare Wohnungen gibt.

Einordnung der aktuellen Entwicklungen

Foto von Hanno Petersen zum Download

"Das Verhalten der Rechtsschutz­kunden ändert sich – ihre Bereitschaft wächst, auch schon bei kleineren, dreistelligen Beträgen die rechtliche Auseinander­setzung mit ihrem Vermieter zu suchen."

Hanno Petersen

Hanno Petersen

Vorstand Konzern IT und Operations bei der ARAG SE

"Wir stellen fest, dass nicht mehr vornehmlich Kunden mit niedrigen Einkommen betroffen sind, sondern auch immer mehr mit mittleren und auch höheren Einkünften."

Hanno Petersen

Hanno Petersen

Vorstand Konzern IT und Operations bei der ARAG SE

"Rechtsschutz wird zunehmend zum Seismographen gesellschaftlicher Umbrüche und bildet die Erosion von Sicherheit im Alltagsleben ab."

Hanno Petersen

Hanno Petersen

Vorstand Konzern IT und Operations bei der ARAG SE

Ein Blick in die Praxis

Praxisfall Mietrecht

Für mehr und mehr Mieter werden explodierende Nebenkosten zur existenziellen Frage. Das belegt auch dieser Fall einer Familie mit mittlerem Einkommen: Nach über zehn Jahren in ihrem vertrauten Zuhause forderte der mittlerweile gewechselte Vermieter eine deutliche Mieterhöhung von mehr als 40 Prozent und zudem 4.700 Euro Nebenkostennachzahlung – für die fünfköpfige Familie finanziell nicht leistbar. Durch die Unterstützung der ARAG konnte die überzogene Mieterhöhung außergerichtlich abgewehrt werden, nicht jedoch die Neben-kostennachzahlung. Im Klageverfahren brachte dann ein Sachverständigen-gutachten ans Licht, dass die Nachforderung aufgrund von fehlerhaften Messgeräten erhoben worden war – und daher nicht rechtens. Die Familie gewann den Prozess, mit dem inklusive 4.500 Euro Gutachterkosten rund 7.500 Euro Gesamtkosten verbunden waren. Dieses Kostenrisiko wäre für die Familie ohne eine Rechtsschutzversicherung nicht bezahlbar gewesen.

Vater und Tochter bauen gemeinsam einen Turm aus bunten Holzklötzen im Wohnzimmer.

Deutlicher Anstieg im Mietrechtsschutz

Mietrechtsschutz Neuschäden ARAG - Trendmonitor Recht 2025
Die Zahl der gemeldeten Rechtsschutz-Neuschäden rund ums Mietrecht hat sich bei der ARAG in den vergangenen 5 Jahren um 74 Prozent erhöht. Quelle: ARAG Trendmonitor Recht 2025
Mietrechtsschutz Neuschäden ARAG - Trendmonitor Recht 2025
Die Zahl der gemeldeten Rechtsschutz-Neuschäden rund ums Mietrecht hat sich bei der ARAG in den vergangenen 5 Jahren um 74 Prozent erhöht. Quelle: ARAG Trendmonitor Recht 2025

Die Zahl der gemeldeten Rechtsschutz Neuschäden rund ums Mietrecht hat sich bei der ARAG in den vergangenen 5 Jahren um 74 Prozent erhöht. Quelle: ARAG Trendmonitor Recht 2025

Grafik zum Download (Web)
Grafik zum Download (Print)

Wo Konflikte beim Wohnen entstehen

Die drei häufigsten Auslöser von Rechtsstreitigkeiten im Bereich Miete/Wohnen

Die häufigsten Auslöser rund ums Wohnen

Nebenkostenabrechnungen, Mietmängel und Mieterhöhungen sind die Top-3-Auslöser von rechtlichen Konflikten im Wohnalltag.



Quelle: ARAG Trendmonitor Recht 2025

Grafik zum Download (Web) (53.3 kB) Grafik zum Download (Print) (727.1 kB)

Der vollständige Trendmonitor zum Download

PDF Cover Trendmonitor Recht ARAG

ARAG Trendmonitor Recht 2025

Herunterladen als PDF Herunterladen als Word Dokument (45.6 kB) Zurück zur Hauptseite

Ihr Ansprechpartner

Christian Danner
Pressesprecher ARAG SE
Telefon: 0211 963-2217
E-Mail: