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22.09.2016

ARAG richtet sich auf dauerhafte Tiefzinsphase ein und ordnet ihr Geschäft neu

  • Lebensversicherungsgeschäft wird verkauft
  • Krankenversicherung wird enger in den Konzern eingebunden
  • Altersvorsorge bleibt im Produktportfolio
  • Standort in München wird erhalten

Der Düsseldorfer ARAG Konzern ordnet seine Konzernstruktur neu und fokussiert sich auf die langjährigen Wachstumsbereiche Sach- und Krankenversicherungen. Die ARAG SE wird ihre Anteile in Höhe von 92 Prozent an der ARAG Lebensversicherungs-AG an die Frankfurter Leben Gruppe veräußern. Zugleich übernimmt die Führungsgesellschaft ARAG SE die Anteile der ARAG Krankenversicherungs-AG, die bisher von der ARAG Leben gehalten wurden. Der Konzern hält am Unternehmensstandort der ARAG Kranken in München fest. Durch den Verkauf der Aktien der Lebensversicherung steigt der Anteil des internationalen Geschäftes an den Beitragseinnahmen des ARAG Konzerns deutlich von 34 auf 40 Prozent.

„Abwarten ist kein Gebot der Stunde“, so Dr. Paul-Otto Faßbender, Vorstandsvorsitzender und Mehrheitsaktionär der ARAG SE. „Die Zukunft unseres Hauses wird nicht in der Lebensversicherung entschieden.“ Vielmehr gehe es darum, den Ausbau des Sach- und Krankenversicherungsgeschäfts in Deutschland zu forcieren sowie das Rechtsschutzgeschäft weiter zu internationalisieren. Die dynamische Wachstums- und Ertragsentwicklung des ARAG Konzerns in den vergangenen Jahren zeigt, dass die stärksten Entwicklungspotenziale für das Unternehmen außerhalb Deutschlands liegen.

„Durch den Verkauf des Lebensversicherungsgeschäftes werden sich entscheidende Risikopositionen in unserem Portfolio verbessern“, erläuterte Dr. Paul-Otto Faßbender. Sowohl im Versicherungsbestand als auch in den Kapitalanlagen wird der Konzern nun unabhängiger von der Volatilität der Finanzmärkte handeln können. Nicht zuletzt ist die Neuordnung des Konzerns durch die Erwartung geprägt, dass durch den Brexit die Tiefzinsphase in Europa weiter anhalten wird. Während durch die Zinsentwicklung das deutsche Lebensversicherungsgeschäft an Attraktivität verliert, flankieren die niedrigen Zinsen die positive Geschäftsentwicklung des ARAG Konzerns auf den internationalen Märkten.

Zudem werden in der Tiefzinsphase enorm viele Ressourcen im Segment der Lebensversicherung gebunden, die für die Weiterentwicklung der eigentlichen Zukunftsfelder der ARAG fehlen. „Diesen absehbaren Zielkonflikt mussten wir im Gesamtinteresse des Unternehmens lösen“, erklärt Mehrheitsaktionär Dr. Paul-Otto Faßbender die Entscheidung.

„Die Trennung von den hochmotivierten Beschäftigten der ARAG Leben fällt mir sehr schwer“, betonte Dr. Paul-Otto Faßbender. „Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ARAG Leben ausdrücklich für ihr großes Engagement im Interesse unserer Kunden und des Konzerns.“

Die ARAG SE verkauft die ARAG Lebensversicherungs-AG mit einem Bestand von 322.000 Verträgen an die Frankfurter Leben Gruppe. Diese Verträge werden mit unveränderten Bedingungen, Garantien und Konditionen weitergeführt.

Auch in Zukunft wird die ARAG ihren Kunden Altersvorsorgeprodukte anbieten, die dann allerdings nicht mehr aus dem eigenen Haus stammen, sondern für Kooperationspartner vermittelt werden. Für eine bedarfsorientierte Beratung der Kunden ist ein solches Angebot ebenso selbstverständlich wie essentiell. Künftig wird die ARAG daher Lebensversicherungsprodukte der Alten Leipziger vermitteln.

In seiner neuen Aufstellung wird der ARAG Konzern etwa 220 Millionen € Bruttobeitragseinnahmen durch den Verkauf des Lebensversicherungsgeschäftes abgeben und seine Kapitalanlage um 2,8 Milliarden € reduzieren. Die Bruttobeitragseinnahmen im Konzern belaufen sich nach der Neuausrichtung auf 1,43 Milliarden €. Nachdem die ARAG SE bereits mit 25 Prozent an der ARAG Krankenversicherungs-AG beteiligt ist, wird sie künftig neuer Mehrheitsaktionär und dazu mindestens 94 Prozent der Anteile an der ARAG Kranken halten. Damit wird das für die ARAG strategisch wichtige Krankenversicherungsgeschäft enger in den Konzern eingebunden.

„Aufgrund der erfolgreichen Geschäftsentwicklung der vergangenen Jahre ist es jetzt der richtige Zeitpunkt zu entscheiden, welche Richtung der ARAG Konzern künftig nehmen soll“, begründet Dr. Paul-Otto Faßbender das Vorgehen des Konzerns. Mit dem klaren Schwerpunkt im Sach- und Krankenversicherungsgeschäft konzentriert sich die ARAG nun auf die Stärken ihres Geschäftsmodells, national und international. Durch die Neuausrichtung wird sich der Anteil des internationalen Geschäftes an den Beitragseinnahmen im Konzern deutlich von 34 auf 40 Prozent erhöhen. „Damit zeigt sich die Entwicklungsrichtung des künftigen ARAG Konzerns“, so Dr. Paul-Otto Faßbender.

 

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