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04.12.2012

ARAG Trend 2012 / 2013

Die Deutschen urteilen unabhängig und souverän über die wirtschaftlichen Erwartungen

Erwartung in anhaltende Konjunktur geht zurück
Hoffnung auf weiter stabilen Arbeitsmarkt rückläufig
Leichter Aufwärtstrend bei Konsumabsichten
Internetnutzer schätzen Lage zuversichtlicher ein
Große Mehrheit zerbricht sich nicht den Kopf über Altersarmut

Im Dauerkrisenmodus der europäischen Wirtschaft zeigt sich die deutsche Volkswirtschaft weiterhin robust. Dennoch wird das Wirtschaftswachstum in 2012 klar geringer ausfallen als im Vorjahr – so sehen es zumindest die Wirtschaftsforscher. Für das Jahr 2013 wird ein noch einmal schwächeres Wachstum prognostiziert. Doch wie schätzen die deutschen Bundesbürger ihre ganz persönlichen Wirtschaftsaussichten für das nächste Jahr ein? Sie sind skeptisch und zuversichtlich zugleich. Dabei zeigen sich regelmäßige Internetnutzer insgesamt positiver gestimmt. Das ergab die jährliche Befragung von Bundesbürgern zu ihren Plänen und Chancen im Jahr 2013, die das Familienunternehmen ARAG mit dem Meinungsforschungsinstitut Emnid durchgeführt hat.

16,2 Prozent setzen auf anhaltende Konjunktur

Die überwiegende Mehrheit der Deutschen geht nicht davon aus, dass sich die Konjunktur hierzulande in 2013 weiter positiv entwickelt. Nur 16,2 Prozent glauben, dass die Wirtschaft auf einem Wachstumskurs bleibt. Im Vorjahr glaubten immerhin noch 19,1 Prozent der Befragten an eine gute Konjunktur. Ungewöhnlich ist diese Skepsis insgesamt nicht. Im Jahresvergleich zeigten sich die Bundesbürger nur im Jahr 2007 besonders optimistisch bei dieser Fragestellung. Damals glaubten 35,2 Prozent an eine gute Konjunktur im Folgejahr. Mit dem Ausbruch der Finanzkrise im Spätsommer 2008 sank dieser Wert schlagartig auf 8,2 Prozent ab.

Zunehmende Skepsis auch gegenüber Arbeitsmarktentwicklung…

Auch bei der Einschätzung der künftigen Entwicklung am Arbeitsmarkt bleiben die Deutschen skeptischer als im Vorjahr. 20,4 Prozent gehen von einer positiven Entwicklung der Beschäftigung in Deutschland aus. 2011 waren es
29,0 Prozent. Noch im Jahr 2010 setzten 43,7 Prozent auf eine Besserung am Arbeitsmarkt. Mit der Rückkehr der Finanzkrise in das öffentliche Bewusstsein sanken diese Werte direkt und deutlich ab.

…aber wachsende Konsumbereitschaft

Während die Befragten beim Blick auf die zu erwartende Gesamtsituation der deutschen Wirtschaft eine spürbare Vorsicht zeigen, scheinen die Deutschen die eigene, ganz persönliche wirtschaftliche Situation deutlich entspannter wahrzunehmen. Knapp 32 Prozent wollen im kommenden Jahr Geld für kleinere Konsuminvestitionen (Fernseher, Küchengeräte, Computer) lockermachen. Das sind immerhin beinahe 10 Prozent mehr als im Vorjahr
(22,4 Prozent). Auch bei größeren Anschaffungen (Autos, Einrichtungen) legte der Wert leicht zu. Dort gaben 7,3 Prozent Kaufabsichten an. Im Jahr 2011 sagten 6,0 Prozent, dass sie größere Anschaffung planten.

Häufige Internetnutzer zeigen sich zuversichtlicher

Die Deutschen sind fleißige Nutzer des Internets. 62,8 Prozent geben an, täglich oder mehrmals pro Woche online zu sein. Etwa ein Viertel (24,2 Prozent) der Befragten gab sich als Internet-Muffel zu erkennen, die nie ins Netz gehen. Der aktuelle ARAG Trend bestätigt, dass die Internetnutzung unmittelbar an das Haushaltseinkommen gekoppelt ist. 41 Prozent der Befragten, denen mehr als 2.500 € Haushaltseinkommen monatlich zur Verfügung steht, sind täglich im Netz. Liegt das Haushaltseinkommen unter 1.000 €, fällt die tägliche Nutzung auf 31 Prozent. Aus dieser Einkommensgruppe nutzt praktisch die Hälfte (49,7 Prozent) das Internet nie.
Häufige Internetnutzer glauben zu 19,1 Prozent an eine anhaltende Konjunktur und zu 22,7 Prozent an eine weiterhin gute Arbeitsmarktentwicklung. Besonders positiv schätzen sie die Steigerung des eigenen Einkommens ein. Während der Durchschnittswert der Deutschen hier bei 22,4 Prozent liegt, glauben knapp 29 Prozent der häufigen Internetnutzer an eine Einkommensverbesserung im neuen Jahr.

Altersarmut schreckt nicht wirklich

Die große Mehrheit der Deutschen kann nicht bestätigen, dass sie auch vor dem Hintergrund der Euro-Krise Angst vor Altersarmut haben. Insgesamt drückten 32,1 Prozent – und damit etwas weniger als ein Drittel der Bundesbürger – hier ihre Besorgnis aus. Der Wert sinkt noch weiter, wenn konkret nach den finanziellen Möglichkeiten zur Altersvorsorge gefragt wird.
18,3 Prozent gaben zu Protokoll, dass sie Angst vor der Altersarmut haben, aber sich eine private Vorsorge wirklich nicht leisten können. Demgegenüber bestätigen 19,3 Prozent, dass sie schon jetzt privat vorsorgen. Vorsorge-Meister sind die häufigen Internetnutzer. Sie legen bereits heute zu einem Viertel (25,3 Prozent) privat Geld für die Rente zurück. Mit Blick auf die gute Einkommenssituation dieser Gruppe ist dieser Wert nicht überraschend.

Fazit

Die Bundesbürger differenzieren sehr sorgfältig zwischen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der eigenen Situation. Die Zeiten, in den die Deutschen insbesondere bei wirtschaftlichen Themen als besonders ängstlicher Menschenschlag galten, sind vorbei. Zwar sehen sie etwas skeptischer als im Vorjahr in die Zukunft, aber von schlechter Stimmung sind die Deutschen ein gutes Stück entfernt.
Während die ersten Wirtschaftsforscher bei ihren Konjunkturprognosen mahnend die Zeigefinger heben, planen die Bundesbürger verstärkt private Investitionen im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Ebenso souverän und unabhängig zeigen sich die Deutschen beim Thema Altersarmut. Sie lassen sich nicht Bange machen, nehmen das Thema zur Kenntnis und sorgen vor, wenn es die Kassenlage zulässt. Kurzum: Die Deutschen haben ihren eigenen Kopf – auch mitten in der Euro-Krise.

 

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