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28.11.2012

Studie: Deutsche Versicherungswirtschaft hat ihren Schwerpunkt in NRW

Studie untersucht erstmals Assekuranz in NRW
200.000 Arbeitsplätze durch NRW-Versicherungswirtschaft
Wertschöpfung der Branche im Land liegt bei 12,3 Mrd. €
Hochschulen kennzeichnen einmalige Kompetenzlandschaft

Zum ersten Mal hat eine umfangreiche volkswirtschaftliche Untersuchung die Bedeutung der Versicherungswirtschaft für das Land Nordrhein-Westfalen ermittelt. Dabei zeigt sich die Versicherungswirtschaft als eine Schlüsselindustrie des Landes. Gemessen an der Unternehmensdichte und an der Zahl der Beschäftigten hat die deutsche Versicherungswirtschaft ihren Schwerpunkt klar in NRW. Durch ihre tiefe Verwurzelung in den Regionen leistet die Branche einen wesentlichen Beitrag zur erfolgreichen Gestaltung des Strukturwandels im Land. Die Studie der Prognos AG wurde von sieben namhaften Versicherungsunternehmen in NRW in Kooperation mit dem Land Nordrhein-Westfalen veranlasst.

Sieben der führenden Versicherungsunternehmen mit Sitz in NRW stehen über eine gemeinsame Arbeitsgruppe beim Wirtschaftsministerium in regelmäßigem Austausch mit der Landesregierung. „Dabei wurde erkannt, dass es nur wenig konkretes Wissen über die volkswirtschaftliche Bedeutung der Assekuranz an Rhein und Ruhr gibt. Eine gründliche landesweite Analyse lag bisher nicht vor“, beschreibt Garrelt Duin, Wirtschaftsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, die Ausgangslage.
Unter anderem bei der Folgenabschätzung von ordnungspolitischen Weichenstellungen im Versicherungsbereich war das Land NRW bislang weitgehend auf Vermutungen angewiesen. Die Arbeitsgruppe aus ARAG, AXA, ERGO, Generali Deutschland, Gothaer, Provinzial Rheinland und Provinzial NordWest hat hier die Initiative ergriffen.

Die Prognos AG hat in ihrer Untersuchung die Versicherungswirtschaft in NRW mit den bekannten Industrien wie z. B. Energie, Chemie und Metallverarbeitung verglichen. Erstmals wurde dabei die Bedeutung der Versicherer in vollem Umfang sichtbar.

Mit Beitragseinnahmen von zuletzt 63,5 Milliarden € werden über ein Viertel der Bruttobeitragseinnahmen der deutschen Versicherer in NRW erwirtschaftet. Größte Einzelsparte ist dabei wie auf Bundesebene die Lebensversicherung gefolgt von den Schaden- und Unfallversicherern. Bei den privaten Krankenversicherern zeigt sich ein ganz besonderer Schwerpunkt. Der Marktanteil der nordrhein-westfälischen privaten Krankenversicherer am gesamten deutschen PKV-Markt ist mit 46 Prozent überdurchschnittlich hoch.

Die Branche sichert in NRW die Erwerbstätigkeit von insgesamt rund 200.000 Menschen. 126.000 davon werden direkt in Versicherungen oder in Vertriebsorganisationen beschäftigt. Rein rechnerisch kommen auf jeden Beschäftigten eines Versicherungsunternehmens ca. 0,6 weitere Erwerbstätige in anderen Branchen im Bundesland NRW hinzu, die von der Assekuranz abhängen. Die Versicherer bieten dabei weitestgehend krisenfeste Arbeitsplätze. In der Betrachtung der vergangenen 19 Jahre haben diese Unternehmen mehr Arbeitsplätze gesichert und geschaffen als alle untersuchten Vergleichsindustrien.

Hervorzuheben ist dabei die bedeutende Rolle der Assekuranz als Ausbilderin in NRW. Im Jahr 2011 haben die Versicherer mehr als 3.700 junge Menschen im Land ausgebildet. Das sind 28 Prozent aller Auszubildenden der gesamten deutschen Versicherungswirtschaft. Bei der Ausbildungsquote sind die Versicherer Spitzenreiter in NRW (4,8 Prozent).

Durch die Löhne und Gehälter der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der NRW-Versicherer sowie die dadurch ausgelösten Konsumausgaben entsteht im Land eine Bruttowertschöpfung von 7,6 Milliarden €. Addiert man alle Wertschöpfungsfaktoren, so entsteht durch die Versicherungswirtschaft eine Gesamtwertschöpfung von 12,3 Milliarden € für das Land NRW. Zum Vergleich: Die gesamte Versicherungswirtschaft der Schweiz erreicht eine Wertschöpfung von 14 Milliarden €.

Rund um die Assekuranz hat sich durch das erfolgreiche Zusammenwirken verschiedener Institutionen eine im Bundesvergleich einmalige Kompetenzlandschaft gebildet. Dazu leisten vor allem die Hochschulen einen wichtigen Beitrag. Vier Universitäten und fünf Fachhochschulen haben Studienschwerpunkte in der Versicherungswissenschaft. Diese hohe Spezialisierung der Hochschulen sorgt dafür, dass Deutschlands Versicherungs-Know-how weitgehend in NRW geprägt wird.

Garrelt Duin: „Mit Blick auf die tief gestaffelten ökonomischen Effekte hebt die Studie deutlich hervor, dass die deutsche Versicherungswirtschaft bei Beschäftigung, Unternehmensdichte und Hochschulexpertise ihren Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen hat. Sie ist damit zugleich eine bedeutsame Stütze des Strukturwandels an Rhein und Ruhr.“

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